LPV Mittelbrandenburg


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Landschaft und Natur > Kompensation

Kompensationsmaßnahmen, auch als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bezeichnet, sind im Falle von Eingriffen in Natur und Landschaft per Gesetz vorgeschrieben. Wesentliche Regelungen dazu finden sich im Bundesnaturschutzgesetz und im Baugesetzbuch.

Der Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg regelt für Bauherren und Investoren unterschiedlicher Art (Landesbetriebe, Straßen- und Eisenbahnbau, Wind- und Solarenergieanlage, private und kommunale Bauobjekte usw.) die Ableistung der Kompensationspflichten vorrangig im Naturraum Mittlere Mark. D.h. wir übernehmen für Sie die Vorbereitung, Koordinierung und Betreuung einer entsprechenden Maßnahme.

Mit der Strategie „komplexer Kompensationsmaßnahmen" streben die Landschaftspflegeverbände, so auch der LPV Mittelbrandenburg e.V., eine Umsetzung von Maßnahmen mit den lokal bzw. regional ansässigen Landwirten an. „Ausgleich auf der Fläche über die Zeit" lautet die Formel, die in der genutzten Kulturlandschaft durch naturschonendere Pflegeverfahren Aufwertungen von Natur und Landschaft produziert und dadurch auch den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft unterstützt.

Im Idealfall umfassen komplexe Kompensationsmaßnahmen Flächen von 30 - 100 Hektar und über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren und bis zu 25 Jahren. Hierbei können auch Maßnahmen verschiedener Eingriffe zu Komplexen zusammengelegt werden, um den Aufwertungseffekt noch synergetisch zu erhöhen.


Die naturschutzrechtlichen Schutzgüter und alle Landschaftselemente der Kulturlandschaft finden Berücksichtigung: Extensivstreifen, Saumbiotope, ökologisch auf- bzw. umgebaute Gehölzstreifen und -inseln, Wasserflächen, aber auch die Vorgabe von Mahdterminen und -technik, Düngeart und Anpassung an z.B. vorkommende Wiesenbrüter oder Amphibien. Der Mehraufwand und die Wirtschaftserschwernisse werden dem Landwirt entsprechend honoriert. Die ökologische Aufwertung wird dabei gutachterlich überwacht, ein Begleitmonitoring soll die komplexe Kompensation steuern und ggf. auch korrigieren.

Kompensationsmaßnahmen können zum Beispiel sein:

  • Gehölze: Baum- und Strauchpflazungen, Felgehölzinseln, (Streu)Obstbäume, Hecken, Waldparzellen, Baumreihen
  • Gewässer: Anlage oder Renaturierung von Kleingewässern, Uferbereichen, Gräben
  • Artenschutz: Habitate für Zauneidechsen, Uferschwalben, Fledermausquartiere, Vogelnisthilfen
  • Offenland: Beweidung mit Schafen und Rindern (z.B. Trockenrasen, Energietrassen), Entnahme von Sukzessionsgehölzen
  • Kulturlandschaft: Blühstreifen, Gewässerrandstreifen, Kopfweidenschnitt, Extensivierung von Grünlandflächen, Umwandlung von Acker in Grünland, Einsaat von Kräutersäumen, Umbau bestehener Pappel-/ Windschutzpflanzungen.



Der genaue Kompensationsbedarf resultiert aus dem jeweiligen Eingriff und wird mit Planern und Behörden erarbeitet und festgelegt.

Unser Landschaftspflegeverein unterstützt Sie bei Kontakten zu Behörden, Planern, Eigentümern und Landwirten.

Es können auch bereits vorgeplante Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden.




Fragen und Informationen richten Sie bitte an:
Telefon (03379) 202020-1
Email: projekt@landschaftspflegeverein.com



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